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Deine Hände – your hands

Deine Hände hielten mich, weil meine Hilflosigkeit mir Angst machte und ich weinte,

sie schoben meinen Kinderwagen durch die größer werdende Welt.

Deine Hände stützten mich bei den mehr werdenden Schritten,

sie kraulten meinen breiter werdenden Rücken.

Deine Hände arbeiteten für mich und trugen Taschen und Träume heim,

sie hielten das Buch, aus dem du mir vorgelesen hast.

Deine Hände unterzeichneten Hausaufgaben oder schrieben Entschuldigungen,

sie wuschen meine Wäsche und räumten ohne Worte darüber zu verlieren auf.

Deine Hände erhoben sich für mich,

sie erhoben sich niemals gegen mich.

Und eines Tages mussten sie mich loslassen, weil ich ging.

Eines Tages werde ich deine Hände loslassen müssen, weil du gehst.

Meine Hände werden sich niemals gegen dich erheben,

sie erheben sich für dich.

Meine Hände waschen deine Wäsche und räumen ohne Worte darüber zu verlieren auf,

sie schreiben Briefe für dich oder unterzeichnen Anträge.

Meine Hände halten das Buch, aus dem ich dir vorlese,

sie arbeiten für dich und tragen dir Taschen und Träume heim.

Meine Hände kneten deinen krummer werdenden Buckel,

sie stützen dich bei den weniger werdenden Schritten.

Meine Hände schieben dich im Rollstuhl durch die kleiner werdende Welt,

sie halten dich, wenn deine Hilflosigkeit dir Angst machst und du weinst.

Du warst Tochter, Schwester und Ehefrau.

Nun bist Du Mutter, Oma und Urli.

Mögen alle, für die du da warst, nun auch für dich da sein. Denn wenn wir uns alle bei den Händen halten, schließen wir des Lebens Kreis und knüpfen weiter an der Liebe Band.

Alles Gute zum Muttertag

© mk