Das Eisenschiff – The iron ship

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Auf dem Meer des Lebens meisterst du deine erlernten Routen in den höchsten Wellen. Du bist auf Kurs, du bist in der Zeit. Du bist ein Gigant aus Eisen und achtest auf die kleinen Boote der Lebensfischer. Doch dann ein Riss im starken Metall, an nicht einzusehender Stelle. Du wunderst dich nur über die verrückt spielenden Instrumente und merkst gar nicht, wie der Ozean in dich dringt.

Du fährst den Motor herunter und schonst die starken Maschinen. Deine Routinen arbeiten zuverlässig und bald schon wird sich alles von selbst reparieren. Weiterhin wirst du dich nicht schonen und für andere da sein. Doch dann kippst du regelrecht auseinander und wirst von den kleinsten Wellen hin und hergeschaukelt. Plötzlich weißt du, dass dies der Moment ist: Du sinkst! Du setzt das Notsignal und siehst mit Dankbarkeit und zunehmender Hilfslosigkeit, wie sie kommen, um dich zu retten. Dann siehst du nichts mehr, denn die Maschinen laufen jetzt nur noch, weil man ihnen von außen Energie zufügt und versucht, deinen Eisenleib zu flicken. Viele Tage vergehen. Es folgen der Schock der Schäden, aber ebenfalls des Eingeständnisses, dass auch du im Meer des Lebens verwundbar bist. Obwohl schon so viele um dich herum Schaden nahmen oder gesunken sind, warst du zwar alternd, doch stets intakt. Monate später wagst du dich wieder auf die Lebenssee und weißt um das Glück, erneut in die Wellen zu stechen. Da siehst du die Sonne am Horizont aufgehen, die dir einen neuen Lebenstag schenkt. Du lässt die Maschinen arbeiten, schnell und doch bedacht. Willst durch das Sonnenlicht schwimmen. Schneller, treibst du dich an, sonst schaffst du es nicht! Doch auf einmal verzichtest du entgegen anderer Tage darauf, auf Vollgas zu gehen, um dein nächstes Ziel zu erreichen. So ist die Sonne schon aus dem Meer gestiegen, als du sie erreichst. Und diesmal macht es dir nichts. Denn du spürst das Leben in dir und all die Möglichkeiten, die du trotz allem hast. © mk

On the Sea of ​Life you master your learned routes in the highest waves. You are on course, you are in time. You are a giant of iron and pay attention to the small boats of life fishing. But then a crack in the strong metal, not to be seen. You only wonder about the crazy playing instruments and do not even notice how the ocean penetrates you. You drive the engine down and spare the powerful machines. Your routines will work reliably and soon everything will fix itself. Furthermore, you will not spare yourself and be there for others. But then you really fall apart and get rocked by the tiniest waves. Suddenly you know that this is the moment: you sink! You set the distress signal and look with gratitude and increasing helplessness as they come to save you. Then you will not see anything anymore, because the machines are now running only because they are inflicting energy from outside and trying to mend your iron body. Many days pass. It is followed by the shock of the damage, but also by the admission that you, too, are vulnerable in the ocean of life. Although so many have been damaged or sunk around you, you have been aging but always intact. Months later, you dare to go back to the sea of ​​life and know the luck to sting again in the waves. As you see the sun rise on the horizon, giving you a new day of life. You let the machines work, fast and yet thoughtful. Want to swim through the sunlight. Faster, do you push yourself, or you will not make it! But all of a sudden, you’re doing without other days to go full throttle to reach your next destination. So the sun has already risen from the sea when you reach it. And this time it does not matter to you. Because you feel the life in you and all the possibilities that you have in spite of everything. © mk